
Immer mehr Menschen treten aus der Kirche aus. Trotzdem bleibt die Frage nach dem Sinn des Lebens und was danach folgt. Aber statt Antworten, Heil und Hoffnung durch Gottes Wort zu finden, boomen Esoterik und Okkultismus, angefangen bei Yoga, bis hin zu okkulten Praktiken wie Aura-Lesen, Gläserrücken, Pendeln, Tischrücken, Kristallkugeln und Wünschelrutengehen bis hin zu Rückführung, Reinkarnation und den Jenseitskontakten.
Die Bibel – das Wort Gottes- lehnt das ab. Vor allem der Versuch, mit Verstorbenen oder Geistern Kontakt ins Jenseits aufzunehmen. Das ist nicht Gott. Hier hat ein anderer die Hand im Spiel. Die Auferstehung ist das Leben nach dem Tod und die christliche Lehre. Der Tod ist die Grenze. Jesus ist Richter über die Lebenden und die Toten.
Doch für Jesus und seine Lehren interessieren sich in Deutschland nicht einmal mehr 50 Prozent und Menschen, die sich an das Wort Gottes halten als intolerant genannt, die einschüchtern, weil sie erzkonservative Ideologien verbreiten und beispielsweise Abtreibung ablehnen. Darf man nicht mehr Christ sein, wenn man das Wort Gottes ernst nimmt und versucht wie Jesus zu leben? Darf man nicht mehr für das Leben eintreten, weil man gegen Abtreibung ist? Zudem werden auch hier in unserem Land auch Schüler gemobbt und ausgelacht, wenn sie sich zur Kirche bekennen.
Das Christentum ist weltweit die größte Religion. „Pew Research Center“ heißt das Forschungsinstitut in Washington, laut deren Studie die Christen mit Christen mit 2,3 Milliarden Gläubigen die größte Religionsgruppe der Welt sind und zugleich die Religion, die am meisten verfolgt wird.
Auch das hat Jesus vorhergesehen. „Denkt an das Wort, das ich euch gesagt habe: ‚Ein Knecht ist nicht größer als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, werden sie auch euch verfolgen.“ Das sagte Jesus seinen Jüngern, ( Johannes 15,20 ). Jesus hat vorhergesagt, dass seine Jünger um seinetwillen gehasst werden. Aber er sagte auch, sie sollen ihre Feinde lieben, heißt für sie beten.
Mit dem von der Kirche in Not bereits 2015 ins Leben gerufenen „Red Wednesday“, dem „Roten Mittwoch“ wird beides praktiziert. Beten für Solidarität und Mitgefühl für die bedrängten Christen weltweit, aber auch beten für die Verfolger, auf dass sie umkehren. Gewalt bringt keinen Frieden.
Und doch erschüttern immer mehr Nachrichten über die weltweite Christenverfolgung.
Es ist gerade mal drei Tage her, dass in Nigeria, im Staat Niger 303 Schüler und 12 Lehrer am 21. November von der St. Mary’s School entführt wurden und weitere 88 Schüler beim Fluchtversuch gefangen genommen wurden. Somit werden fast 400 Schülerinnen und Schüler, im Alter von zehn bis 18 Jahren, vermisst. Selbst in die Schlafsäle wurde eingedrungen. Hunderte Familien sind ohne Nachricht über ihre Kinder.
In Nordkorea, Somalia, Jemen, Libyen, Sudan, Pakistan, Iran und Afghanistan werden am meisten Christen verfolgt. Auch wenn viele dieser Länder am meisten muslimische Bevölkerung sind, so hat die Gewalt beispielsweise wie in Nigeria keinen ausschließlich religiösen Hintergrund und trifft Muslime ebenfalls.
Die Hauptursachen für Gewalt und Diskriminierung sind politisch und ideologisch motivierter Extremismus, der Streit um Ressourcen, Kriminalität und Korruption. Gerade in Nigeria breite sich die terroristische Kriminalität aus. Ist der Staat ebenfalls korrupt und schwach, kann er die Gewalt nicht mehr eindämmen und Minderheitengruppen nicht mehr schützen. Und dann ist da noch die Bandenkriminalität, die gezielt Christen entführen.
Weltweit sind mehr als 380 Millionen Christen in 78 Ländern wegen ihres Glaubens intensiver Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt. Tendenz steigend.
Es ist schön, am Red Wednesday für die verfolgten und diskriminierten Christen ein Zeichen zu setzen. Das ist zudem täglich möglich. Durch Gebet und damit, Jesus zu folgen.
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