Vor der eigenen Türe kehren

„Kehre vor deiner Tür“ – diesen Ausspruch hat jeder schon mal gehört oder gar selbst gesagt. Dann, wenn sich zu viele Leute einmischen, anstatt sich um die eigenen Probleme und deren Lösungen zu kümmern.

Kehre vor deiner Tür, ist Teil eines Zitats von Johann Wolfgang von Goethe und heißt vollständig: „Jeder kehre vor der eigenen Tür, und die Welt ist sauber.“

Damit ist im ursprünglichen Sinn gemeint, dass jeder seine Fehler sucht und aufhört, andere zu verurteilen.

Für mich bedeutet der Spruch auch, dass man für sein Handeln Verantwortung übernimmt und nach Werten lebt. Das macht im Ganzen auch die Welt friedlicher, denn Frieden beginnt mit und in sich selbst, somit auch in der Beziehung, in der Familie, der Nachbarschaft und immer weiter.

Doch der Mensch hat eben auch negative Eigenschaften. Er ist neidisch, gierig, heuchlerisch und somit das Gegenteil von den oben beschriebenen Tugenden oder Werten. Und das unter dem Deckmantel der Tugenden.

Denn hier ist nur der Schein, also die äußere Fassade gut, indem man fleißig vor der eigenen Haustüre kehrt. In Wahrheit nutzt man das „gute Bild“, den „guten Ruf“, den man damit zum Ausdruck bringt, um den Mitmenschen durch den Schmutz zu ziehen, ihn schlecht zu reden. Sie heucheln Hilfsbereitschaft und Mitgefühl, wollen aber anderen damit schaden.

Foto KI

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert